Marokko Anforderung an Fahrzeug und Ausrüstung 1.) Bereifung: Zum Fahren im Sand und auf steinigen Pisten müssen gute Reifen auf alle 5 Räder montiert sein. Als bisher bester Reifen für Geländewagen und ideal für alle Geländeformationen hat sich der “BF-Goodrich AT und  MT” herausgestellt. Aber auch andere, billigere Marken müssen nicht schlechter sein. Wichtig ist, daß der Reifen stabil ist und auch für das Fahren mit niedrigem Luftdruck geeignet ist. Bei der Frage “mit Schlauch oder ohne” scheiden sich die Geister. Ich persönlich favorisiere bei Geländewagen die Version ohne Schlauch. Vor allem beim Fahren im Sand mit niedrigem Luftdruck kann es passieren, das der Reifen auf der Felge “wandert”. In diesem Fall passiert bei einem schlauchlosen Reifen nicht viel. Bei Reifen mit Schlauch reisst irgendwann das Ventil ab...  Erst wenn das Rad bzw. der Mantel beschädigt ist, empfehle ich die Montage eines Schlauches. - Um an einer 4x4Tour teilzunehmen braucht es keine spezielle Umbauten oder teures Zubehör an ihrem Geländewagen. Das Fahrzeug sollte jedoch in einem technisch einwandfreien Zustand sein und sollte vor der Abreise von der Garage nochmals kontrolliert und anstehende Services (8000Km) vorgezogen werden. Ich habe Ihnen die wichtigsten Punkte zusammen gefasst und hoffe es hilft Ihnen weiter bei der Vorbereitung zu ihrem Abenteuer. 2.) Dämpfer/Federn Wer mit seinem Fahrzeug öfters voll gepackt auf Reisen gehen möchte ist gut bedient sich bei der hinteren Achse Federn für eine höhere Zuladung einbauen zu lassen. Es gibt auf dem Geländewagen Markt auch viele verschieden Anbieter von kompletten Fahrwerken. Dabei sollte beim Entscheid nicht die Höherlegung des Fahrzeuges sondern ein gut abgestimmtes Fahrwerk für Ihre zusätzliche Beladung im Vordergrund stehen. Der Einbau sollte unbedingt durch eine Fachwerkstatt erfolgen und auf keinen Fall direkt vor der Abreise! 3.) Motor Ein serienmässiger Motor ist zuverlässiger als ein getunter. Auch kann man im Ausland nicht mit der gleichen Treibstoff-Qualität wie hier in Europa rechnen was einem getunten Motor zusätzlich Probleme bereiten könnte. Im Sand hätte man gerne ein paar Pferdestärken mehr zu Verfügung ....aber eine gezielte Spurensuche und der angepasste Fahrstil bringt Sie trotzdem weiter als die Mehr-PS. Ein besonderes Augenmerk ist auf das Kühlsystem zu richten. Durch die Mehrbeladung, andere klimatische Bedingungen und die zum Teil kraftraubenden Fahrten im Sand wird das Kühlsystem deutlich mehr beansprucht als normal. 4.) Spezialausrüstung Eine “echte” Spezialausrüstung ist nicht erforderlich. Ein Bergegurt mit Schäkel und eine Schaufel sollten in keinem Fahrzeug fehlen. Für die Fahrten in den Sanddünen ist es wichtig das in der Reisegruppe min. 4 Sandbleche mitgeführt werden (Absprache) Ein zusätzlicher Treibstoff-Kanister 20 Liter, sowie ein Wasserkanister 20 Liter dürfen auf keinen Fall fehlen. Als Hilfreiches Zubehör hat sich ein portabler 12V Kompressor bewährt, den immer wieder wird der Reifendruck für die Sandpassagen abgesenkt und für die Strasse wieder angepasst. 5.) Spezialwerkzeug/Ersatzteile Wenn für das eigene Fahrzeug Spezialwerkzeug benötigt wird, sollte dies auch mitgeführt werden. An Bord des Fahrzeuges gehören: Oel- und Luftfilter, Keilriemen-Satz, Ersatzschlauch für ihre Reifen. Sicherungen und Ersatz-Lampen Sprechen Sie auch mit Ihrem Garagisten über eventuelle Schwachstellen an Ihrem Fahrzeug und nehmen Sie diese Teile mit. (evtl. Wasserpumpe / Dichtungen ...) Standard-Werkzeuge und behelfsmässiges, Universal-Reparaturmaterial führe ich immer mit und stelle dies auch den Teilnehmer zu Verfügung 6.) Snorkel/Zyklonfilter Ein sinnvolles Zubehör wenn man öfters Reisen in staubige, sandige Gegenden unternimmt aber keinesfalls ein Muss für eine Reise. Nach Fahrten durch staubige und sandigen Gegenden besteht die Möglichkeit beim Parkdienst den Papierfilter auszublasen. Pressluft steht bei meinem Fahrzeug für die Teilnehmer zur Verfügung. Vor der Heimreise empfehle ich den Ersatz-Luftfilter zu montieren. 7.) Seilwinde Eine Seilwinde ist nicht erforderlich. In den meisten Fällen lässt sich ein Geländewagen auch so befreien. Sollte jedoch die Situation eine Winde erfordern, so ist mein Fahrzeug damit ausgerüstet. 8.) Gesundheit/Fitness Oft vernachlässigt wird der eigene Gesundheitszustand bzw. die Fitness. Ein Tag auf der Piste ist sehr anstrengend und fordert vom Fahrer ständig volle Konzentration. Es kann daher kein Nachteil sein, sich selbst auch ein wenig körperlich auf die Reise vorzubereiten   www.hemmi4x4.ch